Robotergestütztes Spritzlackiersystem für die Automobilindustrie
The problem
Die Automobillackierung erfordert eine gleichmäßige Schichtdicke, eine hohe Oberflächenqualität, zuverlässige Kantenabdeckung und eine stabile optische Qualität auch bei komplexen dreidimensionalen Bauteilen. Gekrümmte Flächen, Vertiefungen, Kanten und schwer zugängliche Bereiche stellen hohe Anforderungen an die Ausrichtung der Spritzpistole und an wiederholbare Bewegungsbahnen.
Beim manuellen Lackieren können Erfahrung, Ermüdung, Spritzabstand, Pistolenwinkel, Bewegungsgeschwindigkeit und Umgebungsbedingungen die Prozessqualität beeinflussen. Mögliche Folgen sind ungleichmäßige Beschichtung, Läufer, unzureichende Deckung, schwankende Schichtdicken, erhöhtes Overspray und ein höherer Lackverbrauch. Gleichzeitig können Mitarbeiter Lacknebel, Lösungsmitteln und wiederholenden Bewegungen ausgesetzt sein.
Für OEMs, Tier-1- und Tier-2-Zulieferer sowie Automatisierungsintegratoren besteht die zentrale Aufgabe darin, eine stabile Beschichtungsqualität mit höherem Durchsatz, besserer Prozesswiederholbarkeit, effizienterer Materialnutzung und flexiblen Produktwechseln zu verbinden.
Our approach
Das robotergestützte Spritzlackiersystem kombiniert einen sechsachsigen Industrieroboter, eine Robotersteuerung, eine Spritzpistole, Lackversorgung, Werkstückaufnahme und Sicherheitstechnik zu einer automatisierten Beschichtungszelle. Der Roboter folgt programmierten Bahnen um Karosserien oder Bauteile und hält dabei Spritzabstand, Pistolenwinkel und Bewegungsgeschwindigkeit kontrolliert.
Programme können an unterschiedliche Werkstückgeometrien, Beschichtungsmaterialien und Prozessrezepte angepasst werden. Roboterbewegung, Pistolenansteuerung, Lackdurchfluss, Zerstäubung und Produktionstakt können miteinander koordiniert werden. Für komplexere Anwendungen lässt sich die Zelle mit Bildverarbeitung, Bauteilerkennung, Sensorik, Fördertechnik, Positionierern und weiteren Automatisierungskomponenten verbinden.
Die Verbindung von Bahnsteuerung und Beschichtungsprozess hilft, manuell bedingte Qualitätsschwankungen zu reduzieren, unnötigen Lackauftrag zu minimieren, Wiederholbarkeit und Rückverfolgbarkeit zu verbessern und programmierbare Wechsel zwischen unterschiedlichen Fahrzeugmodellen, Bauteilen und Lackrezepten zu ermöglichen.
