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Normen-Update | Überarbeitete ISO/TS 15066 veröffentlicht: Neue Spezifikationen für Sicherheitsanforderungen kollaborativer Roboter

2026-09-19 · pinned

Normen-Update | Überarbeitete ISO/TS 15066 veröffentlicht: Neue Spezifikationen für Sicherheitsanforderungen kollaborativer Roboter

Kürzlich hat die Internationale Organisation für Normung offiziell die überarbeitete ISO/TS15066 „Roboter und Robotergeräte — Technische Spezifikation für kollaborative Roboter" veröffentlicht, ein wichtiges Update seit der Erstveröffentlichung 2016. Als Kern-Spezifikation für kollaborative Robotersicherheit passt diese Überarbeitung mehrere Sicherheitsanforderungen und Testmethoden an, mit weitreichenden Auswirkungen auf Design, Produktion und Marktzugang.

Überarbeitungshintergrund: Technologischer Fortschritt treibt Standard-Upgrade

ISO/TS15066 ist der Kernreferenzstandard für kollaborative Robotersicherheit, mit technischen Anforderungen für vier Kollaborationsmodi (sicherheitsgerichteter überwachter Halt, Handführung, Geschwindigkeits- und Abstandsüberwachung, Leistungs- und Kraftbegrenzung), und wichtige Compliance-Basis für den EU-Marktzugang.

Da kollaborative Robotertechnologie schnell fortschreitet und Anwendungsszenarien expandieren, passen einige Indikatoren und Testmethoden des ursprünglichen Standards nicht mehr. Gleichzeitig stellt die globale Verbreitung von Mensch-Maschine-Kollaborationsanwendungen höhere Sicherheitsanforderungen. Vor diesem Hintergrund startete ISO die Überarbeitung und veröffentlichte nach mehreren Runden die neue Version.

Kern-Updates: Kraftgrenzen, Testmethoden und Szenariospezifikationen

Optimierte Kraft- und Druckgrenzen: Basierend auf neuesten biomechanischen Daten werden Kontaktkraft- und Druckgrenzen für verschiedene Körperteile feinabgestimmt, sicherere Schwellen — Schutz der Sicherheit ohne übermäßige Leistungsbegrenzung.

Verbesserte Test- und Verifizierungsmethoden: Sicherheitsfunktionstestprozesse und Verifizierungsmethoden aktualisiert, klarere Testspezifikationen für Kollisionstests, Geschwindigkeitsüberwachung und Krafterkennung, bessere Ausführbarkeit und Konsistenz.

Ergänzte Komplexszenario-Spezifikationen: Sicherheitsdesign- und Bewertungsrichtlinien für neue Anwendungsformen wie Multi-Roboter-Kollaboration, mobile Plattform + kollaborativer Roboter und dynamische Betriebsszenarien.

Branchenauswirkung: Höhere Hürden, Förderung regulierter Entwicklung

Die Auswirkungen werden schrittweise sichtbar:

Für Gerätehersteller: Produktdesign und Sicherheitsfunktionen nach neuem Standard optimieren, Testprozesse aktualisieren, Exportprodukte in EU und andere Regionen benötigen synchrone Zertifizierungs-Updates. Kurzfristig höhere F&E- und Zertifizierungskosten, langfristig Förderung des Technologieniveaus und Regulierung des Wettbewerbs.

Für Endnutzer: Beschaffung muss auf neue Standardkonformität achten, besonders exportorientierte Hersteller — Geräte nach neuesten Standards erfüllen besser ausländische Kundenanforderungen und senken Betriebsrisiken.

Für Branchenentwicklung: Wissenschaftlichere, vollständigere Sicherheitsstandards verbessern Sicherheit und Zuverlässigkeit der Mensch-Maschine-Kollaboration, stärken Anwendungsvertrauen und fördern Verbreitung in mehr Branchen.

Branchenexperten sagen, die ISO/TS15066-Überarbeitung sei ein wichtiger Meilenstein der kollaborativen Roboterindustrie, der den Übergang von schneller zu regulierter Entwicklung markiert. Mit kontinuierlicher Verbesserung des Sicherheitsstandardsystems werden kollaborative Roboter in mehr industriellen und kommerziellen Szenarien größeren Wert entfalten.